Der Diaspora Summit 2026 fand vom 16. bis 18. April 2026 in Berlin statt und brachte Diaspora-Akteurinnen, Menschen mit Migrationsgeschichte, politische Entscheidungsträgerinnen sowie Vertreter*innen von Bundesministerien zusammen. Ziel war es, aus Sichtbarkeit konkrete Teilhabe und gemeinsame Lösungen für die Zeit nach der Agenda 2030 zu entwickeln.
Im Zentrum standen der Aufbau von Vertrauen, die Stärkung diasporischer Organisationen, Social Entrepreneurship und globale Partnerschaften. Der Summit machte deutlich: Diaspora-Akteurinnen sind nicht nur Betroffene oder Zielgruppe, sondern strategische Partnerinnen und Mitgestalter*innen gemeinsamer Lösungen.
Thema und Zielsetzung
Unter dem Motto „Diaspora Beyond 2030 – Zukunft gemeinsam gestalten“ stand der Summit im Zeichen eines strukturierten Dialogs zwischen Diaspora und Politik. In Deutschland leben mehr als 22 Millionen Menschen mit Migrationsgeschichte; ihre Perspektiven sind in politischen Entscheidungsprozessen jedoch weiterhin unterrepräsentiert.
Der Summit wollte daher nicht nur diskutieren, sondern gemeinsam gestalten: Diaspora-Organisationen wurden als strategische Partner*innen für nachhaltige Entwicklung, Social Entrepreneurship und globale Kooperation sichtbar gemacht.
Programm und Orte
Die Veranstaltung begann im Deutschen Bundestag im Paul-Löbe-Haus mit einem Austausch zu Vertrauen und einem strukturierten Dialog zwischen Diaspora und Politik. Anschließend fanden Gespräche im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) statt, bevor der Summit im Berlin Global Village mit Keynote, Talkshow, Workshops und einem „Markt der Möglichkeiten“ fortgesetzt wurde.


| Tag | Schwerpunkt |
| 16. April 2026 | Dialog mit Bundestagsabgeordneten, Networking und Get Together |
| 17. April 2026 | Austausch mit dem BMZ, Keynote, Talkshow und Markt der Möglichkeiten |
| 18. April 2026 | Workshops, Ergebnispräsentationen, Zukunftsdialog und Networking |
Zentrale Ergebnisse
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Institutionen und Diaspora-Organisationen ihre Arbeit besser aufeinander abstimmen können. Die Workshops widmeten sich unter anderem der Stärkung von Organisationen, dem Aufbau sozialer Unternehmen und der Entwicklung dauerhafter globaler Partnerschaften.
Eine zentrale Erkenntnis war: Menschen engagieren sich, wenn sie sich gesehen, gebraucht und einbezogen fühlen. Der Summit betonte deshalb, dass Diaspora-Akteurinnen nicht bloß eine Zielgruppe sind, sondern Mitgestalterinnen gemeinsamer Lösungen.
Vorbereitung
Bereits im März 2026 fanden digitale Warm-up-Gespräche statt, unter anderem zu Social Entrepreneurship und zum Einfluss der Diaspora auf das öffentliche Leben. Diese Formate bereiteten die Präsenzveranstaltung vor und schufen Raum für einen offenen Austausch über Chancen, Belastungen und nachhaltige Bedingungen sozialen Engagements.


Orgateam
Organisiert wurde der Summit von Diaspora-Akteur*innen, darunter Edith Otiende-Lawani, Akinola Famson, Rafael Sánchez-Moreno, Shiva Adhikari und Mohan Dhamotharan. Gefördert wurde die Veranstaltung durch das BMZ über das Globalvorhaben „Migration entwicklungspolitisch gestalten“ (MEG), unterstützt durch die GIZ.

